Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Kunst im Jahrgang 10 starteten das Schuljahr mit einem Projekt zum gestrandeten Pottwalbullen. Der in 2016 an der deutschen Nordseeküste gestrandete, 15 Meter lange und ca. 25 Tonnen schwere Meeressäuger wird in der Hermann- Hoffmann-Akademie der Universität Gießen bearbeitet und ausgestellt.
Die Jugendlichen waren stark beeindruckt von den Fotos aus Print- und Digitalmedien. Vor allem die Größe des Tieres und die Unmengen des im Magen gefundenen Mülls wurden in den nachfolgend erstellten Kunstwerken thematisiert. Der Müll, den das Tier gefressen hatte, führte zwar offenbar nicht zum Tod, hinterlässt aber Eindruck und kritische Gedanken.

Pottwal in Rot


Der praktische Einstieg nach der Sichtung der Fotos erfolgte mit einem intensiven Brainstorming, in dem Skizzen und Stichworte gemeinsam zusammengetragen wurden.
Danach wurden die Ideen in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit weitgehend selbständig bildnerisch umgesetzt. Die Bandbreite der verwendeten Materialien war groß: Patsell-/Bleistiftzeichnungen, Acryl-/Aquarellmalerei, Collage und kombinierte Techniken kamen auf Papier, Pappe und Leinwänden zum Einsatz. Die Bilder sind von Zeichenblockgröße bis
2 x 3 Meter groß und in der Zusammenschau sehr eindrucksvoll.
Sand wurde mit Farbe gemischt, Zeitungsüberschriften in eine Zeichnung eingearbeitet, dreidimensional wurde vor einer großen Wellenszene ein zerteilter, mit Müll ausgestalteter Wal montiert, Unterwasserszenerien mit echtem Müll wurden ebenso erstellt wie eine große Pastellzeichnung eines gestrandeten Wals. Dass wir Menschen das Meer gerne 'schön' und unbeschädigt sehen wollen wurde teilweise mit glitzernden Partien und unzerstörten Darstellungen abgebildet.
Seit 15.November sind die Arbeiten in der Hermann-Hoffmann-Akademie in Gießen, Senckenbergstraße 17, zu sehen.

Pottwal SW