Ostschüler landen Riesenerfolg bei „Explore Science“ 2017

  1. Platz und Sonderpreis beim bundesweiten MINT-Wettbewerb in Mannheim

Schüler der Klasse 10 c der Gesamtschule Gießen-Ost stellten sich beim renommierten „Explore Science - Wettbewerb“ der Klaus Tschira Stiftung unter dem Motto „Abenteuer Energie!“ der Herausforderung mit dem Titel „Crashtest“ und „Energieverschwender“. Die Aufgabe beim „Crashtest“ lautete: „Konstruiert und baut ein möglichst leichtes Modell einer iZelle mit Knautschzone. Das rohe Ei darf beim Abprall aus unterschiedlichen Höhen nicht beschädigt werden.“ Die besondere Schwierigkeit lag darin, dass zum Bau nur handelsübliches Papier und Flüssigklebstoff benutzt werden durfte und die Abmessungen maximal 30 cm x 10 cm x 10 cm betragen durften.

Motiviert und inspiriert durch ihren Physiklehrer, Lutz Schäfer, tüftelten das Siegerteam, bestehend aus Jonathan Berthold, Mika Delafollie, Clara Knipper und Leonard Kissel, noch am Vorabend des Wettbewerbes an einer Tütenkonstruktion, die bis zu diesem Zeitpunkt nur ein Mal funktionierte. Ohne große Erwartungen auf Erfolg – wohl aber auf Spaß und Freude im wunderschönen Luisenpark einen tollen Tag zu verbringen – traten sie zusammen mit Julia Nöding, Tim Damer, Chiara Lenz, Marie Schott und Edith Rövekamp sowie dem amerikanischen Austauschschüler Jake zu dieser Herausforderung an.

In Mannheim zeigte sich mit insgesamt über 2300 Teilnehmern aus ganz Deutschland, die für diesen Wettbewerb angemeldet waren, eine sehr große Konkurrenz. Etwa 450 Crashtest-Teams der Jahrgangstufen 5-13, darunter Hochbegabte der Hector-Stiftung, Nawi-Schüler von Elitegymnasien aus München bis hin zu Förderstufenkids, gaben zu erkennen, dass sie teils monatelang an vertrackten Konstruktionen gebastelt haben. Ab 11 Uhr war es dann soweit. Nachdem die iZelle vermessen und gewogen wurde, konnte man nur bei unversehrter Eierlandung aus 50 cm, 1m und 1,50 m damit rechnen, unter den Besten zu sein. Der Sieg gehört dann dem Team, dessen iZelle das geringste Gewicht hat. Die iZelle der Ostschüler wog 4 g. Da das Ei der Gruppe glücklicherweise 3 Mal den freien Fall überstanden hatte, war die Spannung bei der Siegerehrung - nachdem zunächst Platz 10 mit einem Gewicht von 13 g verkündet wurde - dementsprechend groß. Es reichte dann für einen sensationellen Platz 2. Damit gewann die Gruppe nicht nur 300 € Preisgeld, sondern auch ein enormes Maß an Selbstkompetenz, Ehre und Bestätigung, die sie beim Interview sympathisch unter großem Applaus rüberbrachte.

In der Kategorie „Energieverschwender“ sollte eine Maschine konstruiert und gebaut werden, die mit phantasievollen Kombinationen möglichst vieler sich nacheinander auslösender physikalischer/chemischer Effekte möglichst viele Energieformen verwendet. Die Schülerinnen Louisa Merz, Emma Kremer und Etienne Weingärtner hatten dazu eine liebevoll und gekonnt in Szene gesetzte Badezimmerkulisse in tagelanger Feinarbeit geschaffen, die sogar – trotz eines kleinen Transportschadens, den die drei vor Ort improvisatorisch beheben konnten - top funktionierte. Für ihren tollen Auftritt in Bademänteln und die reibungslose Energieumwandlung gewannen sie den Sonderpreis von 100 € für die beste Performance und erlebten in Begleitung ihrer französischen Austauschschülerinnen sowie Herr Kalheber und Frau Schmitz einen tollen naturwissenschaftlichen Tag im Luisenpark von Mannheim.

Mit Explore Science möchte die Klaus Tschira Stiftung bei jungen Menschen das Interesse an naturwissenschaftlichen Themen wecken. Zentrales Anliegen hierbei ist, den Kinder und Jugendlichen keine Antworten zu "servieren", sondern die Möglichkeit bieten, naturwissenschaftliche Phänomene selbst zu entdecken. Seit 2006 veranstaltet die Stiftung jährlich die naturwissenschaftlichen Erlebnistage Explore Science im Luisenpark Mannheim.