Am Donnerstag und Freitag wurde die Aula der Gesamtschule Gießen-Ost zum Theater: das englischsprachige Ensemble „Theatre@School“ zeigte insgesamt vier Vorführungen für die Klassen 5-11. Die Englischlehrerin Christine Gruber hatte die Vorstellungen organisiert.

Die Leitung des Tourneetheaters hat die Gründerin Monika Bubenheimer inne, deren Ziel es ist, das Medium Theater, das in Zeiten von Fernsehshows und neuen Medien immer mehr in Vergessenheit gerät, neu aufleben zu lassen. Gleichzeitig sollen die Englischkenntnisse von Jugendlichen geschult werden. So tourt das Ensemble durch Schulen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden und präsentiert jährlich wechselnde Stücke und Musicals über Alltagsthemen für Schüler/-innen in altersgerechter wie auch sprachlich angepasster Form.

Die wechselnden Schauspieler/-innen sind alle Muttersprachler und in der Regel touren sie ein Jahr lang mit. An die GGO kamen Mary Ann Wall aus Birmingham, England, und Aaron Jones aus dem schottischen Edinburgh. Sie zeigten zuerst das Musical „The Magic Shop“ für die 5. und 6. Klassen, in dem es heiter und musikalisch zugeht. Es handelt vom elfjährigen Marc, der aus Langeweile beschließt, Zauberer zu werden. Er macht sich auf den Weg in den Zauberladen der berühmten Zauberin Mrs. Mariany. Dort trifft er auf merkwürdig aussehende Frauen, die alle behaupten, der Laden gehöre ihnen und die Marc mit wildem Gefuchtel sowie schrillen Erscheinungsformen verwirren. Immer wieder wird das Publikum ins Geschehen eingebunden und so wurden z.B. einige junge Zuschauer/-innen auf die Bühne geholt, um den „Magic Dance“ mitzutanzen. Marc bezweifelt immer wieder, dass er an der richtigen Adresse ist, um die Zauberei zu erlernen. Doch letztendlich erscheint Mrs. Mariany und Marc wird bewusst, dass er erste Schritte auf dem Weg zum Zauberer bereits hinter sich gebracht hat.

Für die Jahrgänge 7 bis 10 wurde das Theaterstück „5xW“ aufgeführt, ein quirliges Stück über die zufällige Begegnung zweier Jugendlicher in einem Waschsalon. Unsicher und etwas umständlich versucht die weibliche Figur Gwen, den Jungen namens Jason in ein Gespräch zu verwickeln. Er wehrt zunächst ab, doch allmählich entwickelt sich ein Kontakt zwischen ihnen, der sogar zu einer Verabredung der beiden führt. Zwischendurch wird ihre Unterhaltung durch schwungvolle Tanzeinlagen der beiden ergänzt.

Beim Stück für die Klassen des Jahrgangs 11 ging es dann etwas ernsthafter zu: in „Just Strangers“ wird Joe, ein jugendlicher Flüchtling aus Syrien, Opfer eines rassistischen Angriffs in der Schule und flüchtet in einen Park. Dort trifft er auf Hannah, die ebenfalls einen Migrationshintergrund hat. Aufgrund ihrer Vorurteile müssten sie einander eigentlich hassen, denn Hannah ist Jüdin und Joe ist Moslem. Was als angriffslustige Begegnung beginnt, wandelt sich jedoch schließlich zu einem guten Ende.

Nach den jeweiligen Vorführungen hatten die Schüler/-innen Gelegenheit, Fragen zu stellen – natürlich auf Englisch. Die Bandbreite der Fragen war groß, sie reichte vom Allgemeinen („Do you speak German?“) zum Persönlichen („Are you two a couple in real life?“) bis hin zum sehr Speziellen („Do you like unicorns?“). Insgesamt merkte man den Fremdsprachenlernern die Freude an, mit ihren Kenntnissen ein Theaterstück verstehen zu können und mit Muttersprachlern kommunizieren zu können. Es wird daher sicherlich nicht der letzte Besuch eines englischen Tourneetheaters an der GGO gewesen sein.

GGO - extern

Tanzabend an der GGO

„Wenn ich tanze, bin ich glücklich“ - Abwechslungsreicher Tanzabend an der Gesamtschule Gießen-Ost wieder ein voller Erfolg

Auch in diesem Jahr konnten sich die Zuschauer des jährlich stattfindenden Tanzabends an der Gesamtschule Gießen-Ost verzaubern und begeistern lassen. Die Sportkurse der Jahrgänge 11, 12 und 13 unter der Leitung von Sonja Ander-Wirth, Sport- und Tanzlehrerin an der GGO, präsentierten in der Schulaula ihre erarbeiteten Choreographien und Tänze. Entstanden war ein rund zweistündiges abwechslungsreiches Programm, welches von Tanz mit Bändern über modernen Hip Hop und contemporary dance bis hin zu den rhythmischen Klängen Afrikas alles zu bieten hatte.

Weiterlesen ...