Auszeichnung für vorbildliche Berufsorientierung

Friedrich-Ebert-Schule, Gesamtschule Ost und Ricarda-Huch-Schule mit »Gütesiegel Berufsorientierung« gewürdigt.

Gießen (pm). Für ihr langjähriges vorbildliches Engagement in Sachen Berufsorientierung wurden soeben die Wiesecker FriedrichEbert-Schule, die Gesamtschule Gießen-Ost sowie die RicardaHuch-Schule mit dem »Gütesiegel Berufsorientierung Hessen« ausgezeichnet. Gewürdigt wurden die Leistungen der Schulen in der Neuen Deutschen Börse Eschborn von Kultusministerin Dorothea Henzler, Prof. Dieter Weidemann (Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände) und dem Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium, Steffen Saebisch. Das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung, für das sich alle allgemeinbildenden Schulen mit Sekundarstufe I und/oder II bewerben können, wurde mit Beginn des Schuljahrs 2010/2011 eingeführt.

Das Gütesiegel wurde initiiert von Kultus- und Wirtschaftsministerium sowie von mehreren weiteren Institutionen. Es wird an Schulen vergeben, die eine vorbildliche Berufs- und Studienorientierung nach bestimmten Qualitätsstandards gestalten und umsetzen. Dazu gehört beispielsweise, die Schüler/innen frühzeitig mit den Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt bekannt zu machen, ihnen das Wissen um ihre Stärken und Fähigkeiten zu vermitteln sowie sie in die Lage zu versetzen, selbstständig Informationen zu sammeln und auszuwerten.

In der Laudatio der Jury für die FriedrichEbert-Schule wurden besonders ihre optimalen Berufsvorbereitungsprozesse hervorgehoben, die sich in einem nach Bildungsgängen differenzierten, fächerübergreifenden Beruf swahlcurriculum widerspiegelten. Die Urkunden für die Wiesecker Gesamtschule nahmen Direktor Wilhelm Galfe und der Beauftragte für die »Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen« (OloV), Sascha Ruhweza, entgegen. Durch die enge und langjährige, auch vertragliche Kooperation Mit vielen externen Partnerbetrieben habe sich die FES ein herausragendes Netzwerk aufgebaut. Die drei selbstständig operierenden Schülerfirmen, als höchste Form der Eigentätigkeit in diesem Bereich verdeutlichten die tiefe Verwurzelung des Berufsorientierungsprozesses bei Schülern, Eltern und Lehrkräften.

Für die GGO nahmen Direktor Heribert Ohlig und der OloV-Beauftragte Robert Dörre das Gütesiegel entgegen. Die Gesamtschule Ost wurde für die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Eltern auf sehr hohem Niveau sowie für ein überdurchschnittliches Engagement der Schulleitung und der Koordinatoren gewürdigt. »Das Modell der integrierten Gesamtschule wird gelebt, was sich positiv auf den gesamten Berufsorientierungsprozess auswirkt«, heißt es weiter.

Das Konzept der Berufsorientierung der Ricarda-Huch-Schule, für die der stellvertretende Liter Peer Güssfeld und OloV-Beauftragte Anouschka Gavrilovic die Würdigung in Empfang nahmen, wurde unter anderem wegen seiner herausragenden Leistungen in der Kooperationsdichte mit externen Partnern und deren intensiver Einbeziehung in den Unterrichtsalltag ausgezeichnet. Authentisch, kreativ und überzeugend in der Struktur so die Jury, ermöglichten Schulleitung und Kollegium der RHS ihren Schülern »einen guten Weg« in die Arbeitswelt. Das sehr ausgereifte Konzept sei über einen langen Zeitraum entstanden und habe sich absolut bewährt, heißt es im OloV-Audit.

Gießener Allgemeine  vom 12.09.2011