Drei Schulen mit Gütesiegel ausgezeichnet
Vorbildliche Berufs- und Studienorientierung
Das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung (BSO) Hessen wurde mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 eingeführt. Alle allgemeinbildenden Schulen mit Sekundarstufe I und/oder Sekundarstufe II konnten sich auf das Gütesiegel bewerben, das von zahlreichen Institutionen aus Politik und Wirtschaft getragen wird.
Es wird an Schulen vergeben, die eine vorbildliche Berufs- und Studienorientierung nach bestimmten Qualitätsstandards gestalten und umsetzen. Sie zeichnen sich insbesondere durch folgende Kriterien aus: Die Schüler werden frühzeitig mit den Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt bekannt gemacht und wissen, welche Stärken und Fähigkeiten sie besitzen. Sie sind in der Lage, selbstständig Informationen zu sammeln und auszuwerten und wissen am Ende ihrer Schulzeit über ihre beruflichen Perspektiven Bescheid. Zudem können die Schüler ihre Berufs- beziehungsweise Studienwahl begründen und wissen am Ende der Schulzeit, welchen Ausbildungsweg sie einschlagen möchten.
Unter dem Aspekt der Schulentwicklung in Hessen dient die Verankerung der BSO im Schulkonzept der Profilbildung der Schulen: Schulen mit einer nachweislich vorbildlichen BSO können damit werben, dass sie eine gute Grundlage für eine möglichst schnelle und passgenaue Einmündung in den Ausbildungsmarkt, in weiterführende Schulen oder in ein Hochschulstudium bieten. Für Erziehungsberechtigte ein entscheidender Hinweis, wenn es um die Frage geht, an welcher allgemeinbildenden Schule sie ihre Kinder nach der Grundschule anmelden.
Am Dienstag wurde in der neuen Deutschen Börse in Eschborn das langjährige und vorbildliche Engagement der drei Gießener Schulen, von der Hessischen Kultusministerin, Dorothea Henzler, Prof. Dieter Weidemann (Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V.) und Steffen Saebisch (Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung) ausgezeichnet. Direktor Wilhelm Galfe und Sascha Ruhweza (OloV-Beauftragter/beide FES), Direktor Heribert Ohlig und Rektor Robert Dörre (OloV-Beauftragter/beide GGO), sowie der stv. Schulleiter Peer Güssfeld und Anouschka Gavrilovic (OloV-Beauftragte/ beide RHS) nahmen die Verleihungsurkunden mit dem „Gütesiegel Berufsorientierung“ in Empfang.
In der Laudatio der zentralen Jury für die Friedrich-Ebert-Schule wurden besonders ihre optimalen Berufsvorbereitungsprozesse hervorgehoben, die sich in einem nach Bildungsgängen differenzierten, breiten, fächerübergreifenden Berufswahlcurriculum widerspiegelten. Durch die enge und langjährige, auch vertragliche Kooperation mit vielen externen Partnerbetrieben hat sich die FES ein herausragendes Netzwerk aufgebaut.
Für die Gesamtschule Gießen-Ost wurden als besonders hervorzuhebende Leistungen die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Eltern auf sehr hohem Niveau sowie ein überdurchschnittliches Engagement der Schulleitung und der Koordinatoren festgestellt. Das Modell der Integrierten Gesamtschule wird gelebt, was sich positiv auf den gesamten Berufsorientierungsprozess auswirkt.
Das Konzept der Berufsorientierung der Ricarda-Huch-Schule wurde unter anderem für seine herausragenden Leistungen in der Kooperationsdichte mit externen Partnern und deren intensive Einbeziehung in den Unterrichtsalltag ausgezeichnet. Authentisch, kreativ und überzeugend in der Struktur, so die Jury, ermöglichen Schulleitung und Kollegium der RHS ihren Schülerinnen und Schülern „einen guten Weg“ in die Arbeitswelt. Zitat: „Das sehr ausgereifte Konzept ist über einen langen Zeitraum entstanden und hat sich absolut bewährt.“
Gießener Anzeiger 09.09.2011







