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Projekttage 22. & 23.3.2017 , Vorbereitung im Physikunterricht seit Februar 2017

Liebe Eltern, liebe Interessierte,

wie Sie evtl. aus der Presse erfahren haben, ist es uns gelungen mit der finanziellen  Unterstützung der Bretzel-Stiftung den berühmten Künstler Ilan Wolff (www.ilanwolff.com) an unsere Schule zu holen, um unser Camera Obscura-Projekt zu professionalisieren und den Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 a und 7 e ein einmaliges Erlebnis, das eine außergewöhnliche Brücke zwischen Kunst und Naturwissenschaften bildet, zu ermöglichen. Zentrum des modernen und kompetenzorientierten Unterrichts ist das Erstellen von Lernprodukten, wo die Lernenden erleben und sehen können, was sie von dem Gelernten haben, in dem sie mit ihrem Wissen zielgerichtet tätig werden. Für unser Projekt bedeutet dies, dass – ausgehend vom Physikunterricht – das Fachwissen um die optischen Abbildungen mit dem musisch-ästhetischen Bereich und dem praktischen und künstlerischen Produzieren von eigenen analogen Fotos zu einem fächerverbindenden Vorhaben vereinigt wird. Ilan Wolff ist nicht nur ein herausragender Künstler, sondern auch ein besonderer Mensch, der es als pädagogische Aufgabe ansieht Begeisterungsfähigkeit, Kreativität, freies Denken und Selbstkompetenz zu fördern. Er ist auch durch seine Vita und Ausstrahlung jemand, der die Arbeit mit den Menschen zu einer besonderen Begegnung macht. Unsere Schülerinnen und Schüler erleben hier das freie künstlerische Experimentieren ohne Benotung und Erfolgszwang und werden weit über das schulische Lernen hinaus nachhaltige Erfahrungen mit Kunst und Wissenschaft machen, die Herz und Verstand in der praktischen Auseinandersetzung gleichermaßen ansprechen. Die erstellten Lernprodukte werden in einer öffentlichen Vernissage (Termin wird noch mitgeteilt) an Ort und Stelle in der Schule von den Lernenden und ihren Lehrkräften präsentiert und erläutert.


 

Alle zwei Jahre gibt es an unserer Schule den Projekttag zu den Lebenslinien, an dem ehemalige Ostschüler uns besuchen, um ihre beruflichen Lebenswege vorzustellen.

GIESSEN. Die Lebenslinie, auch Daumenfurche genannt, ist eine Handlinie. Menschen, die die Handlesekunst beherrschen, sollen aus dieser Linie Informationen ableiten können, die über die „Qualität der Antriebskräfte und Motivation einer Person“ Auskunft geben. Das findet heraus, wer das Wort „Lebenslinie“ in die weltweit agierenden Suchmaschinen eingibt. Mit dieser Deutung ist man gar nicht so weit weg von jenem, was an der Gesamtschule Gießen-Ost gerade in der fünften Auflage betrieben wurde. Dann nämlich, wenn sich ehemalige Schüler bei der Veranstaltung  Lebenslinien“ treffen, um den aktuellen Schülern ihren (Berufs-)Weg vorzustellen. Denn auch die Ehemaligen geben ja Auskunft über Antriebskräfte und Motivation, die sie zu dem gemacht haben, das sie sind – oder auch nicht sind. Nun konnten wieder 700 Schülerinnen und Schüler der  Jahrgangsstufen 10 bis 13 unter 35 Referenten zwei ihnen gemäß erscheinende auswählen, um sie nach deren Kurzvortrag, der manchmal auch etwas länger ausfiel, mit Fragen zu bombardieren. Je eine Stunde hatten die Referenten vor ihren Interessenten Zeit, um ihren Weg in den Beruf, ins Studium, ins „work and travel“ nach Australien oder sonst wohin vorzustellen. Oder, wie Schulleiter Dr. Frank Reuber bei seiner launigen Begrüßung der ehemaligen Ostler bei Schnittchen und Kuchen anmerkte: „Für die Schülerinnen und Schüler beginnt gegen Ende ihrer Zeit hier auch eine Phase der Unsicherheit. Wir wissen, dass es weitergeht. Aber die Schüler müssen das noch erfahren. Und das geht besser, wenn ihnen ehemalige Ostschüler das zeigen. Das ist lockerer als bei Berufs- oder Studienberatungen.“ Und so machten sich die Apotheker, Lehrer, Mediziner, Verkäufer, die irgendwann selbstständig gewordenen ehemals Unselbständigen auf den Weg in die Klassenräume,  um ihre Lebenslinie (mal wieder oder eben zum ersten Mal) zu skizzieren. Der ein oder andere war schon bei der ersten Auflage dieser so naheliegenden wie sinnvollen Veranstaltung dabei, viele der Referenten aber haben gerade erst seit zwei, drei Jahren die Schule verlassen, um ihre Lebenslinie in Angriff zu nehmen.

Auch mancher Dinosaurier

Das kleine Jubiläum, vor zehn Jahren gab es das alle zwei Jahre stattfindende Treffen erstmals, führte aber auch einmal mehr manchen Dinosaurier an die Schule zurück. Wer irgendwann in den 80ern sein Abi im rotgeklinkerten Ostschulreich baute, der steht als Referent vor den Schülern, als sei er aus der Kreidezeit herübergesegelt. Gleichwohl war auch das Interesse an der Oldie-Generation groß, Berufswünsche als auch Lebenswege der Altvorderen waren durchaus gefragt beim Ostschul-Nachwuchs. Und wenn man dann dort, zum Beispiel als Sportredakteur sitzt, sich reden hört, seinen Weg beschreibt, in viele interessiert dreinschauende Gesichter blickt und in einige, die eher gelangweilt vor sich hingähnen, kommt man nebenbei ins Grübeln. Über die größte Banalität überhaupt: Kinder, wie die Zeit vergeht. Und man ist auch dankbar für die Zeit, die man an genau dieser Schule verbringen durfte, auch dass man nun vielleicht dem ein oder anderen Nachfolger eine kleine Anregung mit auf den Weg geben kann. Vor allem, wenn eine Lehrerin einem noch steckt: „Erzählt auch, wenn es mal nicht so rund lief, was nicht geklappt hat, dass eine Lebenslinie durchaus auch ihre Unterbrechungen haben kann, dass das sogar manchmal gut ist.“ Dann weiß man, das ist sie immer noch, die gute alte Ost. Mit ihrem Geist, der zu individueller Förderung neigt, nicht nur zum funktionalen Mainstream. Der krumme Weg kann zur prägnantesten Lebenslinie werden. Oder, wie ein Referent des Abi-Jahrgangs 83 sagte: „Es ist doch immer wieder schön, hierherzukommen.“ Zum Schluss noch ein Handschlag. Da treffen sie sich wieder, die Lebenslinien.

Quelle: Gießener Anzeiger, Autor: Rüdiger Dittrich

GIESSEN - (hsc). Eine höchst angenehme Überraschung erlebten die Besucher der voll besetzten Pankratiuskapelle. Das weihnachtliche Chorkonzert der Gesamtschule Gießen-Ost erwies sich als rundum gelungene, von großer Motivation getragene und auf Können basierende Veranstaltung.

Fotografie von Christian Schneebeck

Fotografie von Christian Schneebeck

Warum man mit zwei Wollfäden Wahrscheinlichkeitsrechnung lernen kann

Vor mehr als 100 anwesenden Eltern und Lehrer*innen führten – nach Vorstellung des SEB-Vorstandsmitglieds Volkmar Wolters - Frau Prof. Dr. Katja Lengnink und Herr Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher in der Aula der GGO mit kurzweiligen Vorträgen und anschaulichen Versuchen in das Thema Mathematik ein. Der Kern beider Vorträge war dabei: Wie können junge Menschen mit Spaß und Erfolg Mathe lernen; welche Voraussetzungen kann die Schule verbessern?

Frau Prof. Lengnink referierte eingangs zu den Themen Inklusion und die Unterschiede von Lernen in homo- und heterogenen Lerngruppen. So führte Frau Prof. Lengnink aus, dass in homogenen Lerngruppen die Leistungserwartungen in der Regel erreicht, aber nicht unter- und auch nicht übertroffen werden. Die Mitglieder der Gruppen bleiben in ihren Gruppen nur unter Ihresgleichen.

In heterogenen Lerngruppen hingegen besteht die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen, was hilft, neue und weitere Lösungsansätze in der Gruppe zu finden. Dies bietet sowohl für die leistungs- auch leistungsschwachen Lernenden einen Vorteil.

Dennoch bedeutet Heterogenität in der Lerngruppe auch eine hohe Herausforderung für das Unterrichten und kann auch zur Überforderung der Lehrkräfte führen – wenn keine vernünftigen Hilfen und Rahmenbedingungen bestehen! Hierbei ist aber in erster Linie die Politik gefragt, ihren Wunsch nach Inklusion auch anhand von genügend Mitteln zur Umsetzung zu unterstützen.

Abschließend fasste Frau Prof. Lengnink das Ziel gemeinsamen Lernens wie folgt zusammen: „ So viel gemeinsam, wie möglich und so individuell wie nötig!“

Ein wenig Mathematikum brachte Prof. Beutespacher mit, als er den Zuhörinnen und Zuhörern im wahrsten Sinne des Wortes Mathematik zum Anfassen anbot. Durch kleine Experimente mit Wollfäden und Papier konnte er schnell und anschaulich zum einen Wahrscheinlichkeitsrechnung, zum anderen Geometrie näher bringen. Spätestens hier bekam das Publikum auf äußerst unterhaltsame Weise ein Gefühl dafür, dass Mathematik sehr lebendig und „griffig“ sein kann.

In der anschließenden gemeinsamen Diskussion wurden viele wichtige Aspekte angesprochen und jeweils Für und Wider gegenübergestellt. Es entstand eine spannende Diskussion darüber, wann Inklusion Sinn ergibt und wo auch Grenzen gegeben sind. Es ging unter anderem dabei um praxisorientiertes Lernen und abstraktes Lernen und Verstehen. 

Tendenziell befürworteten die beiden Referenten ein Lernen, Erfahren und Austauschen in heterogenen Gruppen. Dies sollte optimaler Weise in kleineren Lerngruppen mit einem guten Betreuungsschlüssel möglich gemacht werden.

An diesem Abend war auf jeden Fall bei Eltern und Lehrer*innen Freude und Begeisterung für Mathematik zu spüren und es schien so, als ob man sich darauf einigen konnte: Mathe ist eben NICHT langweilig!


 

 

Am 24.11. fand an der GGO die lebhaft besuchte Halbjahresausstellung der Grund- und Leistungskurse 12 von Frau Dr. Hahn, Frau Seidel und Herrn Tasler statt. Die abwechslungsreiche Ausstellung zeigt Malereien und Grafiken zum Thema Mensch. Neben übergroßen Bildnisköpfen die Selbstportraits der Schüler darstellen, sind Ganzkörperdarstellungen von Menschen in verschiedenen Haltungen zu sehen, die das Handy benutzen. Zudem sind Arbeiten der Grundkurse von Frau Dr. Hahn und Frau Seidel zu sehen, die in verschiedenen Stilistiken die Figurendarstellung zeigen. Nach der Begrüßung durch den Direktor Herrn Dr. Reuber führte Herr Tasler in die Ausstellung ein. Nachfolgend erläuterten Schülerinnen und Schüler die zu sehenden Arbeiten. Für den LK 12d sprach Pinar Belke, für den LK 12 von frau Dr. Hahn Felicitas Süß, für ihren GK 12 Malik Schweher und für den GK 12 Marek Havemann. Die Austellung ist bis Ende Januar während der Unterrichtszeiten im ersten Obergeschoss zu sehen.