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Die aktuellen News aus dem Sportbereich der GGO
Die Sportkurse „Rollen, Gleiten, Fahren“ des Jahrgangs 11 hatten eine geniale Wintersportwoche in Südtirol. Wo genau es hinging, was sie gelernt haben, welche Strapazen sie auf sich nehmen mussten, wie viel Spaß sie hatten und ob es sich lohnt mitzufahren, könnt ihr hier auf den nächsten Seiten erfahren.

Es geht los!

9. Februar 2007, 21:45 Uhr. Rund 50 Schüler stehen an der Bushaltestelle vor der GGO. Bei sich haben sie viele Koffer, Ski, Snowboards, Handschuhe, Helme, Handgelenkschoner, Schals und weitere Winterutensilien, doch so langsam verlieren sie die Geduld. Auch die motivierten Lehrkräfte sehen verärgert um sich. Wo bleibt der Bus?

Es ist kalt, aber die nicht zu bändigende Freude aller Beteiligten lässt auch die eine Stunde Verspätung des Busses schnell vergehen. Das Ziel der lustigen Reisegesellschaft? Italia, Südtirol, Ahrntal, St. Johann, Hotel Steinpent.

Kurzer Exkurs: Mit seinen nicht weit entfernten 84 3000er Gipfeln und einer (wie auf der Internetseite fett gedruckt steht) 100% Schneegarantie bis Ostern ist das Ahrntal ein großer Touristenmagnet. St. Johann,1843 Einwohner, ist das größte Dorf des Tals. Das von den Schülern besuchte Skigebiet Klausberg liegt nur 10 Minuten mit dem Bus entfernt und ist auch Trainingsgebiet von Ski-Nationalmannschaften. Doch mehr davon später.



Unterkunft

Die besagte Unterkunft wurde dieses Jahr zum ersten Mal von Schülern der GGO besucht. Sie hat einen Wellnessbereich mit Finnischer Sauna, Dampfsauna, Nebeldusche, Whirlpool, Solarium, einen Tennisplatz, Mountainbikeausleihe und Fitnessraum. Die Benutzung all dieser Anlagen war den Schülern leider verwehrt, doch die Zimmer sind sehr gut ausgestattet. Jeder Raum hat einen Fernseher, eigenes Bad mit Dusche, Fön und teilweise Küche und Balkon. Der große Speisesaal, eine Bar und ein separater Tagungsraum sind weitere Vorzüge dieses Hotels. Mit reichlich Frühstück und Abendessen wurde man versorgt und das Fazit ist positiv ausgefallen. „Es war sehr viel, etwas fettig, aber immer gut!“ war ein Kommentar zweier Schülerinnen.

Mittagessen wurde in der Nähe der Piste eingenommen im „Restaurant Talstube“, wo man täglich zwischen drei bis vier Gerichten wählen konnte.

Skigebiet

Zum Skigebiet fährt alle 15 Minuten ein meist voller Bus unmittelbar vor der Tür des Hotels ab. Insgesamt 45 Pistenkilometer findet man vor, die auf mehrere blaue, rote und nur wenige schwarze Pisten verteilt sind. Acht verschiedene Lifte befördern Ski und Snowboardfahrer zu ihrem Ziel.

Am Fuß des Klausberg (2510 Meter hoch) liegt „Klausi Land“, das kleine Skigebiet für Kinder. Weiter oben befindet sich ein Funpark mit Schanzen, Halfpipe und anderen halsbrecherischen Anlagen, die von einigen mutigen Schülern erfolgreich und weniger erfolgreich ausgetestet wurden.

In diesen höheren Lagen war der Schnee bis Mittags optimal, danach formten sich Hügel und Eisplatten wurden freigelegt, aufgrund der hohen Befahrung. Unten fing es gegen Mittag leicht an zu tauen, weswegen an manchen Tagen die Schneemaschinen eingeschaltet werden mussten. Besonders gegen Ende der Woche wurde es wunderbar sonnig, so dass man glatt vergessen konnte, dass man zum Sport treiben da war.

Programm

Doch es war nicht nur chillen und gemütlich rumkurven angesagt. Im Gegenteil. Schon vor dem Beginn der Wintersportwoche mussten sich die Schüler in Gruppen einwählen. Sie hatten die Auswahl zwischen Skianfänger, Skifortgeschrittene, Snowboardanfänger und Snowboardprofis. Den größten Zulauf fand Snowboardanfänger. Herr Frank und Herr Siewert übernahmen diese, Frau Sudler kümmerte sich um die Skifortgeschrittenen, Herr Briel hatte Geduld mit den Skianfängern und Herr Reuber forderte das Können der Snowboardprofis heraus.

Helme waren Pflicht für alle Fahrer, so auch Handgelenkschoner, aufgrund schwerer Verletzungen in vorangegangenen Jahren. Man konnte die Gruppen beliebig wechseln, allerdings musste man die gewählte Sportart beibehalten. Da nicht jeder ein eigenes Snowboard, ein Paar Ski oder einen Helm besitzt, kann man diese in einem Verleih neben dem Lift ausleihen und dort lagern.

Nach den anstrengenden Stunden auf der Piste ging es zum Apres Ski in den „Hexekessel“ , wo man für mächtige Preise, dafür aber mit anderen lustigen Leuten, die letzen Kräfte auf der Tanzfläche beziehungsweise den Tischen mobilisierte.

Neben der körperlichen Betätigung mussten die Schüler auch weitere schulische Arbeit leisten. In Form von Vorträgen sollten Gruppen ihre Mitschüler über verschiedene Themen informieren, z.B.

Ø Lawinenkunde,

Ø Koordinative Fähigkeiten beim Ski- und Snowboardfahren,

Ø Erste Hilfe,

Ø Korrektes Verhalten auf der Piste,

Ø Kultur und Inszenierung von Ski-Snowboardfahren,

Ø Vergleich Snowboard-Skateboard

Ø und viele mehr.

Die Themen der Vorträge und die Gruppen waren schon vorher verteilt worden. Als Präsentationsform wählten die Schüler hauptsächlich Powerpoint Präsentationen und teilweise Videos. Die Vorträge fanden in dem oben erwähnten Tagungsraum statt.



Ein Vortrag mit Powerpoint Präsentation



Nach den Vorträgen bis zur Bettruhe (varriierte zwischen 22 und 24 Uhr) hatte man Freizeit, die auf verschiedene Weise genutzt wurde. Manche Ski-oder Snowboardgruppen trafen sich zur Nachbesprechung und Planung des Tages, es wurde von Zimmer zu Zimmer gerannt, Fernsehn geguckt, Musik gehört, Wunden beklagt und einfach Party gemacht. Den Schülern zufolge waren die Lehrer „voll locker“ und „man hatte genug Privatsphäre“.



Fazit



Am 17. Februar ging es wieder zurück nach Gießen und alle können reinen Gewissens sagen: es war eine schöne Zeit, trotz der auftretenden „Feindseligkeiten“ zwischen Snowboardfahrern und Skifahrern (die sich dann liebevoll Maulwürfe und Stöckler schimpften), des Steckenbleibens im Tiefschnee (mit anschließender Suche nach verlorenen Materialien), des Kampfs Frank vs. Briel (er endete blutig), der kurzen Nächte, des Lifts, in dem die Snowboardprofis für eine Stunde festsaßen, der Verletzungen (eine gezerrte Sehne am Knöchel und eine Schnittwunde verursacht durch eine Snowboardfahrerin), der blauen Flecken und des Muskelkaters...


Nach Meinung aller Befragten war die Wintersportwoche einfach „voll cool!“ und auf jeden Fall weiterzuempfehlen.

Unter http://www.klausberg.it/de/index.php?main=1&sub=2&seite=skiarena+ahrntal findet man einen ziemlich guten Plan, in dem Skipisten, Lifte und Hütten verzeichnet sind. Sonstige Informationen sind aus meinem Gedächtnis entnommen





Von Victoria Pelka, Schülerin der GGO, Klasse 11